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Von Herbert Wimbauer ist erschienen:

 

Die Individualität Rudolf Steiners,
das offenbare Geheimnis der Anthroposophie
(3. Auflage 1993)

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Betrachtungen zur Esoterik der anthroposophischen Bewegung:


I Die Mission des Maitreya und der Baugedanke von
Dornach im Lichte der Tempellegende (1980)

II Bodhisattva und Sophia (1980)

III Der Bodhisattva von Tod und Auferstehung (1980)

IV Die Jungfrau Sophia und ihr kosmisches Gegenbild (1981)

V Der Bodhisattva der Metamorphose und Hieram Abiff (1981)

VI Anthroposophische Bewegung und Christengemeinschaft,
Kainiten und Abeliten (1981)

VII Der Kampf der Meister und die Weihnachtstagung
im Lichte des Johannes-Evangeliums (1981)

VIII Skythianos und die Zeitenwende (1982)

IX Der apokalyptische Christus und das Atom (1982)

X Vom Kampf gegen Michael und den Heiligen Geist (1982)

XI Von der Menschwerdung des Maitreya (1983)

XII Gedanken um das Rosenkreuz (1983)
1. Buch: „Wer hat dem Kreuze Rosen zugesellt?"
2. Buch: „Heiliger Gral und Rosenkreuz"

XIII Über die Meister des Westens und die spirituelle Ökonomie (1984)

XIV Goethe und die soziale Mission Mitteleuropas (1984)

XV Von Buddha-Wodan und seinen Strömungen (1985)

XVI Von unserer Verantwortung vor der geistigen Welt (1985)

XVII Vom Umbruch der Zeitalter (1985)
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Die Stunde der Verführer
Vom Wesen und Wirken des dreivereinten Bösen in der Apokalypse des XX. Jahrhunderts (1980)

Der Fall Prokofieff (1995)
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Anthroposophisch-geschichtliche Betrachtungen:



I Nibelungen-Schicksal und germanisch-deutsches Werden
(1986)

II Kaiser, Papst und Christentum (1987)

III Der Kelch der Ketzer im Herbst des Mittelalters (1988)

IV Mitteleuropa und der slawische Osten (in Vorbereitung)
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Thematische Leitfäden für das Studium der Anthroposophie:


I Luzifer

II Zur Bodhisattva-Frage (I + II als Doppelband 1980)

III Ahriman (1990)

VI Über die Meister (noch nicht erschienen)

V Religion, Sakrament, Kultus, Kirche und Okkultismus (1981)

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HERBERT WIMBAUER
in Hamburg eigentlich immer griffbereit oder bestellbar in der:


Rudolf Steiner Buchhandlung für Anthroposophie

Buchhandlung

Öffnungszeiten
Montag-Freitag
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Mittwoch
9:00 bis 19:00 Uhr
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info@rudolf-steiner-buchhandlung.de


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Auszug aus einem Buch von Herbert Wimbauer 1981/82.
VOM KANPF GEGEN MICHAEL UND DEN HEILIGEN GEIST
DER CHRISTLICHE PARAKLET UND EIN LUZIFERISCHER »TRÖSTER« I. VORTRAG

Da seine Schriften solchen nicht wirklich verständlich sein können,
die mit der Anthroposophie nicht gründlich vertraut sind,
schickte Herbert Wimbauer seinen Schriften fast immer voraus:
"Auch diese Vorträge sind keine öffentlichen,
sondern ausschließlich nur für die anthroposophischen Freunde bestimmt."

Gegenwärtig erleben wir eine außerordentliche Seelen-Konzentration und zugleich Hinwendung der äußeren Tätigkeiten auf Probleme, die allesamt mit dem bloßen Äußeren verbunden sind: all die vielen kleinen und großen Bewegungen, welche sich gegen die sogenannte Kernenergie und die Umweltverschmutzung wenden, die bedeutenden Bewußtseins-Aufwendungen, welche sich um die Gesundheit des Leibes drehen. Ungleich weniger Bewegung jedoch wird man dort gewahr, wo es sich um die Gesundheit oder Krankheit des christlichen Kulturkreises handelt — um die Wahrheit und Menschlichkeit der Wissenschaften, Religionen und Künste, um das Weltanschauliche also. Und doch muß ein echter Spiritualismus immer betonen, daß jene Fragenkreise, die die geistig­seelischen Zustände des Menschen angehen, doch von unendlich größerem Gewicht sind. Denn was eine Generation entwickelt und als ihr «Inneres« pflegt, wird für die folgenden Generationen zur Außenwelt. Und wem das Geisteswissenschaftliche Lebenswirklichkeit wurde, der weiß auch, daß es heute wesentlicher und realer ist, sich der Gestaltung der Zukunft durch die Bewußtseinsarbeit zuzuwenden, als seine Kraft dafür zu verbrauchen, die niedergehenden äußeren Umstände, die Folgen des alten Kali-Yuga-Seelen- und Geisthaften, noch künstlich aufrechtzuerhalten oder gar für eine gänzlich andere Zukunft noch retten zu wollen. Es steht doch eine wichtige Frage vor uns Heutigen. Gelingt es, jetzt die christliche Spiritualität in uns so zu beleben, daß sie im Sinne der Geisteswissenschaft jetzt vorveranlagt, was in der Jahrtausendwende auf dem Felde des Bewußtseins — und nirgendwo sonst — ausgekämpft werden kann — oder aber wird dieser brisante karmische Zeitpunkt verschlafen und alle Anthroposophie in den Menschen auf Reformen eines längst innerlich Toten konzentriert und so eine negative Vor-Veranlagung jener Entscheidungszeit geleistet? Legt man den esoterischen »Leitsatz« des Gautama Buddha: »Was du heute denkst, das wirst du morgen sein«, nicht nur auf die Folge der individuellen Leben eines Menschen an, sondern auch auf die Folge der Generationen im Hinblick auf den Rhythmus der 33 Jahre, dann wird dieser Zeit ab der unmittelbaren Vorläuferin der entscheidenden Jahrtausendwende doch allerwichtigstes inneres Bemühen zugewendet werden müssen. Wie oft hört man doch von Freunden: »Ich habe keine Zeit, mich auch noch um solche Fragen wie Gegnerschaften zu kümmern« ... Dieses »auch noch« kann bedrücken. Ist es doch allein die Anthroposophie, die in die Zukunft führt. Ihre Reinheit und Wahrheit zu bewahren, muß das Allerwesentlichste sein. Und starke Anstrengungen verschiedener Widersacher sind darauf gerichtet, unser Bewußtsein von den zentralen Dingen abzukehren. Keine Zeit zu haben, heißt doch: ich gehe so im Rankenwerk und Äußeren auf, daß es mir unmöglich ist, »auch noch« um das Wesenhafte selbst meine Verantwortung wahrzunehmen. (...) In verschiedensten Zusammenhängen wies uns Rudolf Steiner darauf hin, daß dieses Jahrhundert das der Apokalypse ist. Michael, der einzig rechtmäßige Zeitgeist, will doch die Offenbarung des ätherischen Christus dem Menschen tagesbewußt ermöglichen. Und diese Offenbarung, diese Apokalypse bildet den Inhalt der »kleinen Apokalypsen« der drei Synoptiker — Matthäus, Lukas, Markus — und auch im umfassendsten Maße den der Apokalypse des Meisters Johannes. Wovon sprechen diese Offenbarungen aber? Von den inneren und äußeren Krisen, Katastrophen, Kriegen und Geistesentscheidungen, welche die Begleiterscheinungen und Folgen der Offenbarung des Christus selbst im Menschen- und Naturreich und im großen Kosmos sind. Und überall werden wir in diesen Schriften und ebenso eindringlich in jenen vielen, Christi Wiederkunft betreffenden Vorträgen unseres Meisters darauf aufmerksam gemacht, was uns Menschen in dieser Zeit droht: von den zahllosen Attacken verschiedenster Widersacher und Dämonen von dem Lichte des Wiederkehrenden ferngehalten zu werden. Wir sind ermahnt worden, gerade jetzt dieses Anti-Christliche in seinen zahllosen subtilen oder derben Maskeraden zu erkennen, zu sehen, mit welch geschickter Psychologie, mit welch raffinierten Verdrehungen auch des Geisteswissenschaftlichen, mit welch raffinierter Ausnutzung jeder menschlichen Schwäche, Eitelkeit und Naivität diese Mächte vorgehen. Überall in jenen alten heiligen Schriften, überall in den Vorträgen Rudolf Steiners — überall werden wir doch davor gewarnt, uns harmlos darauf zu verlassen, daß, wenn ein Wesen »Christus« sagt, es diesen wirklichen Herrn auch meint. Denn falsche Messias-Gestalten, Larven-Heilande und ihre virtuosen Propheten erheben sich jetzt allerorten. Und ihre Häufung ist der sicherste Beweis der Nähe Seiner Ankunft. Das ganze Jahrhundert steht in diesem Zeichen: die alte Bodhisattva-Verirrung der Theosophischen Gesellschaft, die Herabsetzung des Christus durch einen Jogananda oder Baird Spalding, heute durch diese vielen Trivial-Orientalismen der Sekten im Westen oder durch die üblen Kollektiv-Meditationen von der Machart einer Alice Bailey oder Findhorn's und seiner zahlreichen »Ableger« oder aber durch Benjamin Creme oder die jetzt heftig anschwellende Welle des Schamanismus mexikanischer und sibirisch­-mongolischer Prägung — oder, um das jüngste Beispiel noch abschließend zu nennen, durch solche unappetitlichen Phänomene wie jene E A P ...Eine okkultistisch gefärbte Überflutung erlebt der Westen jetzt als massenartiges Auftreten zahlloser Gurus, Meister, Logenführer, Schamanen, Alchemisten, Hexer, Drogenlehrer. Man sage nicht: dies ist die Außenwelt, Gott sei dank ist unsere Anthroposophische Gesellschaft ein Bollwerk wider den Anti-Michaelismus. Denn auch unter den Anthroposophen wirken jene Mächte unaufhörlich fort. Heute soll ein solches Wirken charakterisiert werden. Und ebenso erlebten wir es doch, daß im Anfang diesen Jahres (1981) durch Anthroposophen in den mitteleuropäischen Sprachraum hereingestellt, die Versuchungskünste eines sich »Ich bin der Ich Bin« freventlich nennenden Wesens, das durch einen in Tibet zum Medium ausgebildeten »Geistheiler« und »Therapeuten« seine Lehren auf Tonband sprach, eben »unter uns« sich manifestieren sollten. Geben wir uns doch nicht dieser bürgerlichen Bequemlichkeit hin, zu glauben, daß eine bloße Mitgliedschaft in irgendeiner Institution uns vor den Dämonen schützen würde! Im Evangelium des Matthäus fällt uns ein besonderes Wort auf, das unsere Gegenwart meint: Der Herr spricht da mit den Worten Daniels von dem »Greuel der Ich-Verirrung, der sich an heiliger Stätte erhebt« in der Zeit der falschen Propheten. Ein Rätselwort! Versuchen wir es aber aufzulösen, so finden wir gerade darin das auch unsere Strömung betreffende Signum dieser Zeit. Fragen wir uns doch einmal: was ist denn das Wesentlichste unserer Gegenwart im christlichen Sinne? Und ohne jede gruppenhafte Wohlgefälligkeit, ohne jegliches kollektives Selbstlob müssen wir doch antworten: es ist dieses Zentrale, diese heilige Stätte doch nirgends physisch zu finden, sondern nur allein dort, wo im individuellen Menschen die Geisteswissenschaft Leben und Wahrhaftigkeit wird. Denn nur durch dieses Leben in Einzelnen kann dem Zeitalter das im christlichen Sinne Notwendige und Heilsame werden. Und wenn in diesem Mittelpunkte, dem sich durchchristen sollenden Menschen-Ich aber — an dieser wahrhaft heiligen Stätte - der Greuel der Verirrung sich erhebt, so sollen wir daran lesen, daß Sein Kommen nahe ist! ... Nun begann ein merkwürdiger Infiltrationsprozeß okkulter Mächte herein in anthroposophische Zusammenhänge im Herbst und Winter 1979, Anfang 1980 zu wirken, der bald um sich griff. Wollen wir einige der wesentlichen Symptome dieses Vorgehens verborgener Mächte anhand der Texte jener Kreise kennenlernen. Es sollen jedoch keinerlei Personen, Namen oder Ortsgruppen genannt werden. Nur die Sache selbst ist für uns hier von Belang. Charakteristikum jener Manöver ist eines, was man draußen überall in den Sekten und Unken Logen und so manchen »alternativen«, okkult tingierten Gruppen als ein Anti-Ich-Symptom wahrnimmt: Seelen mittels geschickter psychologischer Motivation in Gruppenmeditationen hineinzuverstricken, wodurch jene Seelen selbstverständlich bald an jenseitige Kreise und Mächte gefesselt werden. Wie geht man hier aber psychologisch vor? Als ein Wesensmerkmal unserer Gegenwart muß die Furcht bezeichnet werden; die Angst in vielerlei Gestalten: Angst vor Kriegen, Angst vor Natur-Umwälzungen, Angst vor dem Staate, vor dem Währungsruin, vor der Atomkraft; Angst um die private Gesundheit des Leibes, um die Ernährung. Als Reaktion setzte längst die Flucht aus unseren ahrimanisch-technischen Verhältnissen ein, die die Menschen ins andere Extrem verzaubert: in reaktionäre Sehnsüchte nach einer vermeintlich heilen Natur, nach einer angeblich »guten, alten Zeit« — vom ahrimanischen Extrem ins luziferische Extrem. Wir wissen, daß Luzifer und Ahriman heute »energisch« zusammenwirken. An diese leise oder laute Furcht — die immer ein offenes Tor für die Dämonen ist — kann psychologisch sehr einfach angeknüpft werden. Und dieses jenseitige Wesen, das in anthroposophische Kreise hereinwirken will, knüpft nun daran an. Ich zitiere die Mitteilung jenes sich »der Tröster« nennenden Wesens vom 6. 11. 1980: »Ich darf an euch herantreten, meine lieben Brüder und Schwestern, in einer Schicksalsstunde, deren Ausmaß ihr weder ahnen noch begreifen könnt« (Man sagt also kurzerhand: die Anthroposophie gibt ja nichts zu einem Begreifen dieser Gegenwart!) ... »um euch flehentlich zu bitten, mir zu helfen ... Ich darf euch heute mitteilen, daß ich unsägliche Schmerzen erdulde durch technische Vorrichtungen ... es handelt sich um die Atomkraftwerke, die mir unsägliche Schmerzen verursachen ...«, da sie angeblich den Ätherleib der Erde zersetzen. Also die aktuelle Angst dient zur Anknüpfung. Dieses Wesen fährt fort: »Ihr könnt mir helfen, indem ihr meditiert, daß mir diese Schmerzen genommen werden ... Eine außerordentliche Wirksamkeit könnte euer Gebet erlangen, wenn ihr euch in eine Gruppe von Menschen zusammenschließt und gemeinsam in diesem Sinne meditiert. Ich werde euch führen dürfen.« So spricht dieser »Tröster« in die sinnliche Welt herein. Unverblümt und ungeschminkt fordert er Anthroposophen auf zur kollektiven Meditation. Dazu gab er bisher schon eine ganze Reihe von eigenen Mantren an mehrere solcher Zirkel, die solchen Offenbarungen sich hingeben. Nun ist die erste Stufe der ehrlichen anthroposophischen Arbeit das Studium. Ehe man beginnt, zu meditieren und die notwendigen moralischen Übungen und Erarbeitungen diese Meditationen begleiten zu lassen, sollte man tunlichst zuerst wissen, was man da denn überhaupt beginnt. Ehe man mit Mantren umgehen will, soll man doch wissen, was Mantren überhaupt sind: nämlich Kraftgebilde, welche der Seele die Wege weisen hinaus aus dem Stofflichen in das Übersinnliche. Wegweiser sind sie und zugleich die Kraftentfalter im Menschen, damit er diese Wege überhaupt gehen kann. Ist es ein christliches Wesen oder aber ein asurisches oder luziferisches oder ahrimanisches Wesen, welches diese Mantren gibt, dies wirkt hier entscheidend. Denn die jedem Mantram innewohnende magische Kraft zieht den Meditanten unsichtbar sofort in die Aura, in den Wirkungsbereich des Geistwesens, von dem das Mantram stammt. Darum wird der ehrlich strebende Anthroposoph doch mit peinlicher Vorsicht darauf bedacht sein, nur die Texte zur inneren Arbeit zu wählen, die von Rudolf Steiner verbürgt sind oder durch die Evangelien. Gerade an den Meditierenden dringen die Dämonen verstärkt heran, um ihn von dem christlichen Wesen abzuziehen. Rudolf Steiner hat uns doch eine solche Fülle von Mantren, von meditativen Texten gegeben, daß viele Erdenleben mit deren Verwirklichung versorgt wären und nicht nur ein einziges Leben. Wozu braucht ein Anthroposoph fremde Mantren, wenn er anthroposophisch sich entwickeln will? Dies ist die eine Frage. Und die andere muß den okkulten Praktiken gelten, die jener »Tröster« so moralisch beschwörend uns anempfehlen möchte. Wo ist denn innerhalb des gesamten Werkes von Rudolf Steiner oder gar in den unmittelbar die esoterische Schulung betreffenden Schriften und Vorträgen, Stunden der E S oder der F M oder der KlasseI auch nur eine einzige Stelle zu finden, wo es heißt: schließt euch zu Gruppen seelisch-geistig ineinander, um allesamt nun gemeinsam zu meditieren, was euch gegeben worden ist? Man weise mir bitte diese Stelle nach! Man wird sie nicht finden. Ganz im Gegenteil: wir werden durch Rudolf Steiner, den für die anthroposophische Schulung doch dem Christus Verantwortlichen, unablässig und eindringlich immerzu nur angehalten, die eigene Persönlichkeit zu reinigen und sie so stark wie nur möglich zu machen, damit in Reinheit und Wahrhaftigkeit der Weg zu dem aller-persönlichsten, aller-individuellsten Erlebnis des Okkultismus gegangen werden kann: der Weg des Ich-Menschen zu dem großen Hüter, dem Christus selbst. Aber diese Persönlichkeit als der Grundstein der doch erst noch auszubildenden übersinnlichen Individualität wird ausgelöscht durch den gruppenseligen Zusammenfluß mit anderen Seelen durch kollektive Meditation gewisser Mantren. Dies führt in die Zeiten vor dem Ich zurück. Es ist Atavismus reaktionärer Art, der mit dem esoterischen Christentum nichts zu tun hat. Der wahre Ich-Gott des Menschen sagt doch immer nur: «Ich bin der Ich bin!« Das Sich-Auflösen in einem Kollektiv-Ich, in einer Pan-Intelligenz, in einem Pan-Lichte des Alls ist nichts anderes als alter Arabismus. So finden wir die Warnung vor diesem okkulten Elemente, das uns in alte, vor-christliche, daher nicht-ich-hafte Wege festbannen will, die Warnung vor Gruppengebeten und Gruppenmeditationen mehrfach innerhalb der Esoterischen Schule ausgesprochen. Leider sind diese Unsummen für uns lebenswichtiger Angaben noch immer unveröffentlicht. Aber wir finden solche Worte auch in den Mitgliedervorträgen Rudolf Steiners, als er das Wesen des Christus charakterisiert: »Christus ist diejenige Wesenheit, die niemals von Gruppen irgendwie Besitz ergreift, die niemals sich zu tun macht mit irgendwelchen Gruppen ... sondern der Christus ist dasjenige Wesen, das keine Gruppen kennt und jeder mißversteht das Christus-Wesen, der glaubt, es gäbe vom Christus-Wesen aus irgendwelchen Zusammenhang in den Gruppen ... Denn auferstehen kann der Geist eben nur in der einzelnen menschlichen Individualität« . Und ebenso nochmals: »Das Christentum ist nicht realisiert, denn den Christus voll verstehen heißt: den Menschen in sich als Menschen finden. Der Christus ist kein Volksgott, ist kein Rassengott, der Christus ist überhaupt nicht der Gott irgendeiner Menschengruppe, sondern der Christus ist der Gott des einzelnen Menschen« . Die Zukunft des Ich — und damit des Christentums — hängt allein ab von der Entfaltung der Individualität. Wird diese durch Kirchen, Staaten und Okkultismen aber verhindert, so ist dies ein Rückfall in die alte gruppenseelenhafte Welt Jehovas. Überall, wo gruppenmäßiges Sich-Entwickeln vorliegt, entstammt dies älteren, längst überlebten und darum jetzt dämonisierten Göttern. (...)
(...) Medien sind, wie es uns doch die Geisteswissenschaft an zahlreichen Stellen nachweist, Persönlichkeiten, die dem christlichen Ich-Prinzip absolut entgegengesetzt wirken. Mediumismus wird nur möglich, wenn leibliche und seelische Abnormitäten, Krankheitsprozesse auftreten. Der Mediumismus des 19. Jahrhunderts war ein mißlungener Versuch von Okkultisten, die nach 1864 ihn als gescheitert erklärten. Heute, über 100 Jahre später, wagt man es, atavistische Verirrungen als Rettung des Mysteriums von Golgatha auszugeben. Ein Medium ist ein Relikt längst abgelebter, damit dämonisierter okkulter Praktiken der Vergangenheit. Alles Mediale führt zu Todeswesen, zu ahrimanischen Dämonen hin. Mediumismus ist die sinnliche Erscheinungsform jener okkulten Prozesse, die mit den unheimlichen entenfüßigen Dämonen des Totenreiches verbunden sind, die Rudolf Steiner im Zusammenhang mit jenen pflanzlichen Hexen- und Zauberdrogen schildert, die im linken Okkultismus eine Rolle spielen, wie Nachtschatten, Herbstzeitlose, Tollkirsche oder Bilsenkraut". Aber halten wir diese (von Wimbauer vorher zitierte) Angabe (der Christusgegner) fest: der Christus sei zu schwach, das Mysterium der Zeitenwende unvollkommen nur gelungen, die allerstärkste Gotteskraft müsse jetzt das Christus-Werk retten. Was heißt dies denn? Daß der Christus abgewertet und verkleinert wird. Daß dieses Zentral-Ereignis der Evolution nicht selbst die Mitte sei, sondern jetzt diese Evolution eine zweite Mitte durch einen »Tröster« braucht. Daß der Vater einen Sohn sandte, der ... unfähig war! Typisch ist es, was in Findhorn, was bei Spangler, was durch diesen »Tröster« und durch andere Stimmen uns weisgemacht werden soll: daß Michael zu schwach sei, daß der Christus zu schwach sei, daß Rudolf Steiner versagt habe und nun eben neue Geistwesen die schlimme Situation, welche das Versagen des Christlichen schuf, retten müssen! Das Mysterium von Golgatha ist das Zentralereignis unserer Evolution. Am Kreuze sprach Er: »Es ist vollbracht«! Vollbracht, vollendet für alle Zeiten. Anderes zu vertreten heißt: den Christus aus der Mitte unseres Denkens, Fühlens und Wollens fortzuschaffen. Daher wird unser Ich von jenen Mächten auch nicht gebraucht. Gruppenseelen, Kollektiv-Iche und Massen-Meditationen sehen wir deshalb bei Maharishi's Sekte, bei Bhagwan usw. an die Stelle dieses christ-begabten Iches gerückt. Und so auch hier durch den »Tröster« wieder. Nur weil das Mysterium Christi in der Zeitenwende vollendet stattgefunden hat, nur deshalb kann nun im 20. Jahrhundert das wichtigste Ereignis eintreten: die Wiederkunft des Christus im Ätherischen. Nur deshalb konnte der Herr Seinen verkündenden, lehrenden, aufklärenden und darum heilenden Geist vorher senden, der uns alles gab, was wir brauchen, um die Sündflut durch die Dämonen und falschen Propheten zu bestehen: die Anthroposophie Rudolf Steiners. Durch das Mysterium von Golgatha lebt die Sonne der Freiheit und der Liebe unzerstörbar im Herzen der Erde und damit in der gesamten Menschheitsentwicklung. Kein anderes Wesen braucht dies nochmals zu tun, denn dann wäre ja, wie Paulus sagt, »all unser Christensein, unser Glaube, unser Wissen nur eitel, nur Phrase, nur Wunschtraum und Illusion.« Lästerung ist es, dieses Urgeschehen der Rettung zu schmälern, um andere Wesen sich hereinstehlen zu lassen. Christus ist der Herr der Elemente, der Herr der Sternen- und Planetenkräfte seither auf Erden. Nichts anderes gibt unserer Existenz, unserem Streben Sinn und Kraft und Ziel! Nichts anderes! Durch derartige (Christus verleugnende) Lehren soll im Schülerbewußtsein die Geisteswissenschaft durchlöchert werden, um so Seelen in die 8. Sphäre zu reißen. Dieser sich der »Tröster« heißende Spirit rechnet mit der Unbedarftheit, der Halb- und Viertelsbildung von Anthroposophen. Symptomatisch wird dieser Versuch erhellt durch jene Behauptungen: es würden die Evangelien der Gegenwart jetzt durch solche medialen Manifestationen geschrieben. Das Evangelium der 5. Kulturepoche, also das 5. Evangelium, ist uns längst von Rudolf Steiner vor fast 70 Jahren überantwortet worden. Und die tiefsten Mysterien der Jetztzeit hingen mit diesem »Tröster« zusammen? Die Wiederkehr des Herrn, die Apokalypse des ätherischen Christus ist das tiefste Mysterium dieser Zeit. Wenn uns der Christus-Impuls aus der Mitte des Bewußtseins hinausgerückt werden kann, so wird damit auch das Bewußtsein verrückt. Natürlich entstammt dieser hier schamlos usurpierte Begriff »Der Tröster« den Abschiedsreden des Johannes-Evangeliums. Das griechische Wort, das hier im Evangelium steht, »Parakletos«, wurde von Luther mit »Tröster« übersetzt und so in die Sphäre einseitigen Gemütsverstehens gerückt. Eigentlich aber bedeutet es viel mehr als nur den, der tröstet. Denn »Parakletos« heißt: der Beistand, der helfende und sicher geleitende Geist; das spirituelle Wesen, das uns in die Wahrheit, in unser wahres Menschentum der Freiheit und der Liebe führt. Ein Bewußtseinsführer und hoher Lehrer des Christus-Impulses ist gemeint, wenn im Johannes-Evangelium vom Parakleten die Rede ist. Und dieses Wesen wurde immer esoterisch als der Heilige Geist begriffen. Der Heilige Geist geht, weil das Mysterium von Golgatha vollbracht wurde, nun vom Sohne aus! Wir dürfen uns diesen heilenden, lehrenden, stärkenden, erleuchtenden Christus-Geist nicht aus dem Bewußtsein rücken lassen. Denn wenn der Mensch den Heiligen Geist nimmer wahrnimmt, so hat dies furchtbare Folgen: eine latente Form des Idiotismus, des Wahnsinns muß dann zwangsläufig einen solchen Menschen besessen machen. (...)
(...) diese Versuche, das christliche Bewußtsein auszuschalten, werden immer weiter fortgesetzt. So heißt es: Satan hat einen Bruder, über den zu euch noch nicht gesprochen werden darf; die Asuras sind Wesen, die noch nicht erklärt werden für euch; das Mysterium des Bösen kann euch noch nicht enthüllt werden. Es wird also profunde Unkenntnis der Anthroposophie Rudolf Steiners bei Anthroposophen vorausgesetzt, wenn so gelehrt wird durch den »Tröster« als ein »neues Evangelium«. Denn Rudolf Steiner hat uns sehr, sehr viel gegeben über die Asuras, über den Satan, Oriphiel, Mammon, Sorat, über Luzifer und Ahriman; ausführliche, exakte Wissenschaft des Bösen und seiner Blendungen und Lügen liegt längst vor, um uns vor solchen Manipulationen und Besitzergreifungen zu schützen. Und wenn immer wieder zu hören ist, »ja wie kann man sich denn vor solchen raffinierten Attacken schützen?«, dann kann doch nur geantwortet werden: indem man in ehrlicher Weise mit Rudolf Steiners Werk umgeht. In ehrlicher Weise, in redlicher Gesinnung! Denn die häufig zu beobachtende Aversion, sich durch Rudolf Steiners Werk auf die Gefahren dieser Zeit vorzubereiten, das heißt eben »zu studieren«, auch das ins Bewußtsein zu heben, was er über das Böse uns gegeben hat, diese Aversion aus subjektiver Bequemlichkeit, aus der Sucht, nur das persönlich Angenehme sich aus der Geisteswissenschaft herauszufiltern, ist verderblich. Unsere Verantwortung für den geistigen Gang der Zeit verlangt, die Zeichen der Zeit lesen zu lernen. Der »Erfolg«, den ein Spirit durch sein Medium innerhalb der Anthroposophenschaft erzielen konnte, beweist diese Notwendigkeit. Denn immer stärker wird der okkulte Angriff des Bösen auf die Seelen werden. Als Marie Steiner den Zyklus »Das Initiaten-Bewußtsein« herausgab, schrieb sie im Vorwort über jene Wesen des Bösen aus dem großen »Reich der unschaubaren, sinnlich nicht wahrnehmbaren Kräfte, die nur ein Medium brauchen, um hineinzugreifen in die Erdenwelt und auch von uns Besitz zu nehmen. Wie schützen wir uns vor Überraschungen, vor Versklavungen und Übertölpelung? Doch nur, indem wir das Wissen entzünden, das uns als Fackel dienen kann in diesem dunklen Reich des Unbekannten ... Der Menschheit aber ist durch diese innere Kreuzigung eines einzelnen« — des Opfers Rudolf Steiners — »der sichere Boden geschaffen worden, auf dem sie wird geistig weiterschreiten können, gewarnt und gefeit vor den Gefahren, die aus der Flut des die Dämme durchbrechenden Untersinnlichen ihr schon entgegenblicken ... Wer dürfte noch nach Rudolf Steiner führen wollen? Zum Geiste führen? Es ist ja alles da! Es muß nur gehoben werden in Freiheit und in Erkenntnis. Wer dürfte andere Unterweisungen geben, als den Hinweis auf seine Worte, die reichstes Leben bergen und den Keim zu aller Wahrheit? Es wäre Vermessenheit und Unverstand ... Das Gegebene reicht der Menschheit für Jahrtausende.« (...)

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